Unfassbar sensationelle Stimmung durch unsere Top-Referenten

... keiner wollte gehen

Die Energie während unseres letzten Moduls in der Unternehmer Academy war unbeschreiblich. Der Grund dafür waren die Referenten, die mit ihren Auftritten alle Teilnehmer in den Bann gezogen haben. Am Ende des letzten Tages, der mit Walter Kohl sogar noch eine halbe Stunde später endete als geplant, blieben alle sitzen ... keiner wollte gehen. Und das nach drei Seminartagen, wo eigentlich jeder nach Hause will. Das zu sehen, war für uns als Veranstalter eine größere Ehre, als Standing Ovation.

Christian Lindner beeindruckt alle

Christian Lindner hat uns durch seine absolut authentische Art alle beeindruckt. Dazu kommt, dass er mir mit seinem Konzept ganz praktisch aus der Seele spricht: Steht man mit seinem Unternehmen vor einem Abgrund – was ihm ja nach der Niederlage der FDP widerfahren ist und er vor seine 600 Angestellten treten musste, um ihnen mitzuteilen, dass sie ab sofort arbeitslos sind – kommen aus deren Reihen meist Fragen wie: „Wie kommen wir wieder zurück? Was müssen wir dafür tun, um unseren Job zurückzubekommen?“


Warum müssen wir zurück?

Das sind typische Fragen, die auch ich in meiner Arbeit mit Unternehmern gestellt bekomme. „Wie werde ich erfolgreich?“, „Was muss ich dafür tun, um Kunden zu bekommen?“ Und da trifft Christian Lindner es auf den Punkt. Für ihn ist das die falsche Frage – und diese Sicht teile ich absolut mit ihm. Denn was passiert, wenn man es geschafft hat und wieder zurück im Rennen ist? Wo bleibt der Sinn? So muss die Frage vielmehr lauten: „Warum müssen wir zurück? Warum brauchen uns die Menschen?“ Das ist genau das, was sich auch meine Unternehmer fragen müssen. Was tut jeder einzelne für den anderen? Warum sind wir auf der Welt? Warum muss es diesen Menschen als Unternehmer geben? Diese Fragen sind auch aus meiner Sicht elementar wichtig.

Spannende Praxis-Tipps in Sachen Preisgestaltung und Präsentation

Franziska Brandt-Biesler kam mit dem Thema »Teure Kekse schmecken besser«, in dem es um Preise, Preisgestaltung und Verhandlungstechniken ging, ebenfalls sehr gut an. Denn das häufigste Problem, wenn man als Unternehmer seine Preise durchsetzen will, ist der vermeintliche Zwang, Rabatte geben zu müssen. Franziska hat uns da weitere spannende Möglichkeiten aufgezeigt, die jeder direkt anwenden kann. Esther Schweizer hat über unsere Wirkung als Unternehmer gesprochen. Wir sind alle in unserer Rolle unterwegs und präsentieren immer unser Unternehmen oder Produkt, wenn wir den Kunden von etwas überzeugen möchten. Sie zeigte uns hilfreiche Übungen, die jeder Teilnehmer sofort umsetzen kann. Esther kam nach Christian Lindner übrigens noch mal auf die Bühne und hat analysiert, warum sein Auftritt so bewegend war. Womit hat er gespielt? Welche stilistischen und didaktischen Mittel hat er verwendet und warum kam das so authentisch rüber?

>>BWL macht Spaß<<

So hat auch der Ingenieur, der Handwerker und der Coach unter den Teilnehmern gemerkt: Die Methoden sind eigentlich ganz einfach und man kann die sehr wohl im nächsten Kundengespräch gut einsetzen. Der nächste Tag hat mit Marcella Jung und dem extrem spannenden Thema »BWL macht Spaß« gestartet. Die Überschrift ist natürlich sehr provokant, doch am Ende haben die Leute gesehen, dass BWL in der Tat sehr nützlich ist und wie wichtig es ist, die eigenen Finanz- und Unternehmenskennzahlen richtig interpretieren zu können.

Die drei Dozenten-Typen

Es gibt drei grundsätzliche Typen von Dozenten: zum einen die Theoretiker mit ihrem großartigen Wissen, dann die Praktiker mit ihren tollen Tipps und Kniffen und es gibt solche, die uns sehr persönlich in ihre eigene Geschichte mitnehmen. Zu letzteren gehört ganz sicher Walter Kohl, der erzählte, wie man zum Beispiel damit umgeht, wenn sich die eigene Mutter im ehemaligen Jugendbett umbringt. Wie man damit umgeht, keine eigenen Freunde in der Jugend gehabt zu haben, weil man wegen der Terrorgefahr von der GSG9 zur Schule gebracht wird.

Walter Kohl: Jeder muss in seiner Mitte stehen

Was man mit einem Harvard Abschluss zurück in Deutschland macht und keinen Job bekommt, weil man “der Sohn vom Kohl“ ist. Diese und weitere Beschreibungen seiner eindrucksvollen Erlebnisse waren sehr bewegend. Doch es kam überhaupt keine Traurigkeit oder Bedrückung auf. Im Gegenteil: Walter Kohl hat mit seiner sehr positiven, Mut machenden Grundhaltung erzählt, wie er damit umgeht und wie er wieder aus den Tälern der Tränen herausgekommen ist. Er hat aufgezeigt, wie das jedem von uns gelingen kann. Sein Ansatz ist es, dass jeder in seiner Mitte stehen sollte, um auch mit Gegebenheiten umgehen zu können, auf die man keinen Einfluss hat. Denn als Unternehmer bin ich nur dann erfolgreich, wenn ich in meiner Mitte bin.